Gefallene Engel, gefallene Träume...

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Weltenkratzer

Mama - by lovely-paro

Mama, mein herz tut so weh!
Sag was ist das?
Mama, mein Herz tut mir so weh!
Mach, dass es aufhört!
Mama, lass mich nicht allein!
Bleib bei mir!
Ich habe solche Angst zu sterben!
Mama, mein herz, es brennt!
Lösch es, bitte tu was!
Ich halte die Schmerzen nicht mehr aus!
Ich will nicht mehr!
Warum tust du das?
Nein! Nein, bitte nicht!
Mama tu das Messer weg!
Du machst mir Angst!
Mama, bitte hör auf!
Sei mir nicht böse!
Ich habe doch nichts gemacht!
Mama, wieso zitterst du?
Warum weinst du?
Ist es wegen mir?
Weil mir mein Herz weh tut?
Aber ein Arzt kann mir doch bestimmt helfen!
Was willst du mit dem Messer?
Nein! Tu es weg! Bitte!
AHHHHHHHHH!!!!!
Mama, mein Herz tut nicht mehr weh!
Danke Mama!
Du hast mich erlöst!
Bevor ich gehe will ich dir noch was sagen!
Ich hab dich lieb Mama!
Trauere nicht um mich!
Und sag Papa, dass seine kleine Prinzessin in Sicherheit ist!
Ich werde Gott bitten dich nicht zu bestrafen!
Mama, ich liebe dich!

by lovely-paro

 

Ich find den Text super traurig, aber auch super schön. Sehr rührend, mir kamen fast die Tränen, fast. Und sowas kann ich meinen Lesern nicht vorenthalten (:

Euer gefallener Engel 

2 Kommentare 5.1.07 23:12, kommentieren

Fragen - by Nobody

Ich weiß was, was du nicht weist!!

Du bist da, da bist du nicht!
Wer es war, ich weis es nicht

Warum? Wozu?
Wieso? Warum?

So etwas geht, wie es nicht geht
Denn alles was nicht geht das steht

Warum? Wozu?
Wieso? Warum?

Alles hier und nichts was bleibt
Was niemals geht die Ewigkeit

Warum? Wozu?
Wieso? Warum?

Nicht ist gut das böse weg
Was du nie siehst bleibt gut versteckt

Warum? Wozu?
Wieso? Warum?

Weil ich lebe.

(by Nobody )

Also ich mag das Gedicht toal!! Es verwirrt mich, das is toll ^^ Schaut doch mal unbedingt auf die Seite, meine kleine Sis is schon voll traurig ^^

Euer gefallener Engel

2 Kommentare 29.11.06 19:04, kommentieren

Der Präventivschlag

Kein Zweifel mehr: Mein eigener Bruder Kain will mich töten. Ich habe ihn genau gesehen, wie sich sein Gesicht zu einer hasserfüllten Fratze verzog, weil sein Opfer nicht so gnädig angenommen wurde wie meines. Und ich habe die Stimme gehört, die Stimme dessen, dem er und ich Opfer bringen, jeder sein eigenes, wie er Kain wegen seines Zornes zur Rede stellte und ihn vor der Sünde warnte. Dass die Sünde vor seiner Türe ruht und wartet und Verlangen nach ihm trägt. Und was diese Sünde ist, die Kain in sich herumträgt wie meine Schafe ihre ungeborenen Lämmer, das weiß ich ganz genau.

Lange genug leide ich schon Angst. Ich habe keine Hoffnung, seinen hinterlistigen Angriff abwehren zu können. Ich weiß, Kain ist stärker als ich; er ist nicht nur der Ältere, ich war immer schon schwächer, sondern auch das Umgraben seines Ackers stärkt ihm die Arme und den ganzen Körper weit mehr als mir das Aufziehen und Hüten der Schafe, das meine Arbeit ist. Außerdem hat er seine gefährlichen Geräte, den Spaten und seinen Pfahl mit der scharfen, im Feuer gehärteten Spitze. Und überhaupt, der, der den anderen unversehens überfällt, ist immer im Vorteil. Und doch ist er, dem wir unsere Opfer bringen, ich die Erstlinge meiner Herden, er seine Ähren und Früchte und sein Grünzeug, nur mir zugeneigt, nicht ihm. Das zeigt schon der Rauch unserer Opfer: Mein Opferrauch stieg, wie immer, geradeaus zum Himmel auf, der seine aber kroch wieder schwer und mit üblem Unkrautfeuergeruch am Boden hin und wollte sich nicht heben. Ich glaube, der Wille, der über uns ist, kann nicht wollen, dass dieser Erdbodenzerhacker auch mich mit seinen staubigen, kotverkrusteten Werkzeugen trifft und zerhackt, als Dünger für sein umgegrabenes Feld, auf dem er vielleicht schon den Boden locker gemacht hat für mein Grab.

Nein, so darf es nicht sein. Ich selbst muss den Vorteil wahrnehmen! Nicht er soll mich, sondern ich will ihn überraschen. Und weiß er Spaten und Pfahl zu handhaben, so habe ich doch mein Steinbeil, mit dem ich meine Herde vor den reißenden Tieren schütze. Er, der mein Opfer gnädig angenommen und das seine verschmäht hat, weiß es: Mein Bruder Kain ist nicht mehr besser als das reißende Raubzeug, das meinen Lämmern und Schafen nach dem Leben trachtet. Ärger noch, denn er hat es nicht auf ein Tier abgesehen, nein, auf mich, seinen eigenen Bruder. Aber er soll sich getäuscht haben!

Da kommt er. Ja, ja; sein Gruß kann mich nicht betrügen. Damit will er mich nur in Sicherheit wiegen, aber die Zeiten sind vorbei. Er soll mir vom Leibe bleiben. Da: Auch das ist ein Anzeichen. Nie noch in letzter Zeit hat er meinen Blick lange ertragen. Und auch jetzt wendet er wieder den Kopf ab und sieht nicht mich an, seinen Bruder, sondern er blickt zurück auf seinen elenden Altar, von dem die Rauchschlange immer noch hinunterkriecht, zu Boden, dunkel und schwer. Jetzt muss es sein! Jetzt, solange er nichts als den unerlösten Rauch sieht....

Wie schnell das gegangen ist; als ob ich es gar nicht getan hätte. Als ob es gar nicht wahr wäre. Aber es ist wahr: Da liegt er vor mir, auf dem Boden. Aus. Er wird keine Mordpläne mehr gegen mich hecken. Er wird nicht den Spaten hinterrücks gegen mich heben, und auch nicht den spitzen Pfahl. Sein Blut ist es, nicht das meine, das jetzt hier die Vertiefung im Stein füllt, fast wie drüben das Wasser den Tümpel dort, am Weg, auf dem meine Tiere zu Tränke gehen. Der Wille dessen, der mein Opfer angenommen und das seine verworfen hat, ist geschehen! Seine Stimme war es, die für mich und gegen ihn entschieden hat...

Ja, sein Stimme. Ich höre sie. Sie spricht laut und vernehmlich. Aber was ruft sie? „Kain", ruft sie, „Kain, wo ist dein Bruder Abel?" Hier bin ich, Herr, hier! Hab keine Angst mehr um mich: Hier stehe ich, Abel, dessen Opfer du gnädig angenommen hast. Und Kain, den du verworfen hast, liegt dort hinter mir. Seine eigene Sünde hat sich gegen ihn gekehrt. Ich habe sein Gesicht mit welkem Laub zugedeckt, dass seine starren Augen nicht den Himmel beleidigen. Nein, Herr, du irrst. Ich bin nicht Kain! Abel ist nicht mein Bruder, das bin ich selbst. Wieso fragst du mich, wo mein Bruder Abel ist? Du irrst dich! Da: Ich zeige ihn dir, meinen Bruder. Da liegt er. Ja, gewiss, das ist Kain, wer sonst? Warte: ich nehme das Laub von seinem Gesicht, dass du es selbt...

Das kann doch nicht sein? Nie im Leben hat er mir so ähnlich gesehen. Fast als ... oder bilde ich mir das nur ein? Aber ich kenne doch mein Gesicht. Da drüben im Tümpel, der alles spiegelt, sehe ich es tagtäglich. Und jetzt soll er wie ich aussehen? Nein, das kann nicht sein. Das kommt mir nur so vor, weil er tot ist. Ich sehe anders aus als er. Ich weiß, ich gehe zu Tümpel: Ich will mein eigenes Gesicht wieder sehen. Jetzt weiß ich, warum er sich irrt und mich Kain ruft.

 

(Erich Fried)

 

Lest es mal, es ist wirklcih lesenswert. Wie einen Gedanken doch verrückt machen können...

 

Euer gefallener Engel

7 Kommentare 21.11.06 18:28, kommentieren

Mord in der Schublade - by Silizia Albrecht

Mord in der Schublade

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Mord in der Schublade

Sie haben sich geliebt,
ganz unbemerkt
Und haben doch geahnt;
Das Ganze war verkehrt.

Der Schlüssel der Liebe,
war nur Illusion,
keiner wollte es so, doch
man wusste es schon.

Die Seiten waren weiß,
solange er fehlte
und sie heimlich des Nachts
nach ihrem liebsten späte.

Doch er war ihr Gift,
war Messer und Dolch,
war zugleich ein Held
und ein Sittenstrolch.

Er wollte nur das Eine
und nicht viel mehr,
war eher ein Stricher,
als ein vornehmer Herr.

Sanft war sein kitzeln
und grob seine Wortwahl
und sie wollte nicht merken
wie er ihre Seele stahl.

Sie war so rein
und gänzlich unbefleckt,
doch dank dem Sünder
ist sie völlig befleckt.

Keiner will sie mehr
und niemand liebt sie.
Jeder geht an ihr vorbei
wie an einem toten Vieh.

Unbedacht packt man sie
in einen dunklen Raum
und sie wird vergessen,
man kannte sie kaum.

Doch ein Fehler
wurde dadurch gemacht,
man hatte nicht
an ihren Liebsten gedacht.
Er liegt neben ihr
und ist schon eiskalt.
Sie fühlte seinen Körper,
die leblose Gestallt.

Und unter dem Staub
der scheinbaren Ewigkeit,
fragt sie sich;
Wie kam es nur soweit?

Sie bittet um Gnade,
dass man sie erhört,
ein letztes mal berührt
und sie so zerstört.

Denn ohne ihn,
der plötzlich so klein,
will sie einfach
nicht auf Erden sein.

Mord in der Schublade,
das Tagebuch verstaubt
und vorher hatte man
seine Unschuld geraubt.

Mord in der Schublade,
die Seiten sind beschmutzt,
man kaufte sie billig
und hat sie nur benutzt.

Selbstmord im Dunkeln,
der Liebste wird zum Speer,
sie hielt es nicht mehr aus
und gab ihr Leben her.

Selbstmord im Dunkeln,
Selbstmord der Erinnerung,
ihr Nutzen ging verloren,
nicht aber die Erniedrigung.

So schnell wird Unwichtig,
was einst von Bedeutung war
und so wird alles vergessen
was nicht reich oder ein Star.

Es war doch nur
irgendein altes Tagebuch,
ein paar geschriebene Seiten,
gewickelt in einem weißen Tuch.

Doch Selbstmord ist Mord
und vergessenes für immer fort.
(by Silizia Albrecht )
Ich mag es (:Sogar sehr. ICh finde es ist echt großartig geschrieben :D
Euer gefallener Engel

4 Kommentare 13.11.06 13:40, kommentieren

Mädchen in Amsterdam - by Regentropfen

Mädchen
in Amsterdam
ich starrte dich an
es ist schwer
die Augen zu lassen
von Schönheit
du drehtest dich um
und ertapptest mich
verlegenes Lächeln
bei beiden

eben hat´ich die Welt

 

(by Regentropfen)

 

 

Das ist auch wieder ein richtig schönes und gelungenes Gedicht. Kennt man das Gefühl? Vielleicht, vielleicht nicht. Weiß man nicht, wenn man das Gedicht liest. Man ist irgendwie gefangen in dem Bild, was das Gedicht erschafft. Das Lächeln, mein Lächeln. Man kann nichts schlechtes sagen.

 

Euer gefallene Engel

3 Kommentare 7.11.06 16:17, kommentieren