Gefallene Engel, gefallene Träume...

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Mondscheinhügel

Das Taxi

Ich nahm nach dem anstrengenden Abend ein Taxi. Draußen vor dem Restaurant war es kühl, aber es wehte ein warmer Wind. Ich zog meinen Sommer-Mantel enger und schaute die Straße herab. Nur noch vereinzelt blinkten Lichter in Schaufenstern und einige wenige Passanten waren unterwegs. Endlich hielt eines dieser süßen, gelben Autos am Straßenrand an. Ein netter, gutaussehender Mann lächelte mich von innen heraus an. Ich hatte etwas betrunken und der Alkohol im Blut machte mich aufgeschlossener. Ich öffnete die Tür und lächelte zurück. Errschöpft nahm ich neben dem Mann platz und ordnete meine Sachen. Er aber saß lässig auf seinem Sitz, den einen Arm locker über das Lenkrad gelegt und schaute abschätzend zu mir rüber. Aber keinen Falls war das beleidigend gemeint, das spürte ich trotz meines angetrunkenen Zustands. Ich nannte mein Ziel, aber er zeigt keine Reaktion. Er schaute zu ihm rüber aber er lächelte nur. Es wahr mehr ein schelmisches Grinsen. Ich spürte wie meine Wangen leicht rot wurden, aber endlich löste er seinen Blick von mir und fuhr los. Ich war etwas erleichtert, obwohl ich dieses eine Kribbeln im Bauch gespürt hatte. Die Lichter der Straßenlaternen zogen an uns, an mir vorbei und zogen sich wie dünne kleine Schnüre. Es war jetzt schon meine schönste Taxifahrt, noch bevor der übliche Smalltalk begann. Aber es war für mich kein üblicher Smalltalk. Er hatte das gewisse Etwas... Wo ich gewesen war? Geschäftessen, in meinem Lieblingsrestaurant. Es lag an dem Alkohol das ich so viel erzählte, aber mein Fahrer erweckte auch so einen vertrautes Gefühl. Ich merkte gar nicht das wir an der Ecke Bachstraße Gartenallee zum dritten Mal herfuhren, aber ich hätte es auch nicht merken wollen. Die ganze Atmosphäre war angenehm und zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen das ich schon fast nicht mehr kannte. Und immer wieder schaffte er es mir zu schmeicheln oder meine sonst so scharfe Zunge zum Schweigen zu bringen. Stattdessen konnte ich immer wieder nur grinsen. Endlich hielt das Auto vor dem großen, blauen Reihenhaus an. Ich kramte mein Portmonaie heraus um zu zahlen und wieder saß er nur lässig auf seinem Sitz und beobachtete mich dabei.

„Ich weiß jetzt wo Sie wohnen.“ Neckisch lächelte ich und stieg aus. Kurz bevor ich die Tür zumachte, steckte ich nocheinmal meinen Kopf in den Wagen.

„Hier wohnt meine Freundin.“ Kurz huschte ein verdatterter Ausdruck über sein Gesicht, der aber gleich seinem neckischem Grinsen wich. Ich schlug die Tür zu und drehte mich um. Am Hauseingang wartete schon meine Freundin auf mich.

Ich nehme meine Kaffeetasse und schaue aus dem Fenster. Plötzlich klingelt es an der Tür. Ein junger Kurrier betrachtet meine Klingel genauer, und schaut mich überrascht an. Er drückt mir einen Blumenstrauß in die Hand verabschiedet sich nett. Der Strauß ist wunderschön. Ich schließe die Tür hinter mir und will gerade eine Vase suchen, als mir ein kleines Kärtchen auffällt. Ich nehme es vorsichtig heraus um es zu lesen.

- Kleines Andenken an Ihre schönste Taxifahrt, vielleicht sieht man sich nochmal -

 

Wieder ein kleiner Kurzroman. Hierzu wird es auch ein oder zwei Fortsetzungen geben (: Es ist wieder nichts autobiographisches, einfach eine kleine Idee von mir. 

 

Euer gefallener Engel  

1 Kommentar 31.12.06 16:23, kommentieren

Strandspaziergang

Nebeneinander spazierten wir am Strand. Die Sonne war gerade aufgegangen und tastete sich langsam am Horizont hinauf. Deine Hand wärmte meine und meine deine. Obwohl sie das nicht mussten, es war angenehm warm. Wie es überall im Süden so ist. Wir brauchten keine Worte um uns zu verständigen, die reine Anwesenheit des anderen reichte. Wir müssten uns auch nicht sagen wie schön dieser Morgen war und dass es der schönste war den wir je verbracht haben. Es war selbstverständlich. Unsere Füße malten Spuren in den Sand, die vom Waser gleich wieder verwischt wurden. Niemand anders war hier, nur weit in der Ferne eine mittelgroße Stadt. Aber mittelgroß in dieser Region konnte man nicht mit mittelgroß von Zuhause vergleichen. Aber auch dieser kleine Unterschied machte sie schöner und zu etwas Besonderem. Das Besonderste in diesem Moment war aber die Muschel, die immer wieder von den Wellen überschwemmt wurde, aber als einzige nicht mit in der weite Meer getrieben wurde. Tapfer hielt sie sich im Sand fest. Es fühlte sich etwas komisch an, in so einem Moment an Muscheln zu denken. Aber es war nunmal wie es war. Ich brauchte nicht nach rechts zu schaun, nein, ich konnte nicht nach rechts schauen, um zu sehen was du machst, was du denkst. Es war alles einfach perfekt. Vielleicht zu perfekt, aber in so einem Moment denkt man nicht daran. Gestern Nacht hattest du mir die lieblichsten Worte in mein Ohr geflüstert. Hast meinen Blick gesucht. Meine Nähe. Und schon heute Morgen brauchten wir die Augen des anderen nicht mehr um zu wissen was er will. Ein bisschen machte mir diese Nähe sogar Angst. Sie jagte mir leichte Schauer über den Rücken, aber wohlige Schauer. Ich merkte gar nicht dass das erst so weit entfernte Städtchen nun direkt vor uns lag. Du sagtest etwas, und obwohl ich nichts verstanden hatte, lächelte und nickte ich. Wir liefen zusammen in unser Hotel, auf dein Zimmer. Überrascht erblickte ich meine Sachen. Du hast heute morgen wohl heimlich dem Zimmerservice meine Sachen hierher bringen lassen. Ich sagte dir nicht, dass ich dem Service in Hotels nicht gern meine Sachen überlasse, das ich ihnen nicht traue. Ich fand es unangebracht. Du standest auf dem Balkon, sahst auf den Strand herab, unser kleines Paradies, und hast auf mich gewartet. So in diesem Moment vertieft, das du nicht mal das leise Klacken der Tür gehört hast.

Nun sitze ich hier im Zug und frage mich, wann du wohl gemerkt hast, wann ich weg war. Ob du nach mir gesucht hast, in die Stadt gelaufen bist, die Angestellten nach mir gefragt hast. Oder ob du wusstest, das ich gegegangen bin. Einfach so. Ohne ein Wort. Nun sitze ich hier im Zug, auf dem Weg nach Hause. Und wenn ich gleich aussteigen werde, habe ich unsere Zeit schon längst vergessen.

 

Ein Kurzroman von mir. Fiel mir ganz parat ein. Und mir gefällt sie, besonders das Ende...

 

Euer gefallener Engel

6 Kommentare 30.12.06 16:47, kommentieren

Neubeginn

 

Neubeginn. Ich wische mir schweißverklebte Haare aus meinem Gesicht. Gerannt, weit bin ich gerannt. Weg, weg, nur weg hier. Wenn ich die Augen schließe, verfolgen mich deine kalten, roten Augen und beleben all den Schmerz, all die Angst in mir wieder. Ich reiße meine Augen auf und will vergessen. Alles vergessen was hinter mir liegt. Ich versuche die Erinnerung von mir abzustreifen, aber sie klebt an mit und hält mein Herz eisern fest. Die Luft die ich atme brennt in meiner Lunge, ich kann nicht mehr..aber ich darf nicht aufhören zu laufen. Nein ich darf nicht! Wenn mich jemand nach deinem Namen fragt: Ich kenne ihn nicht. Wenn mich jemand nach deinen Augen fragt: Ich kenne sie nicht. Wenn mich jemand nach meinem Namen fragt: Ich nenne einen anderen. Ich schließe alle Erinnerungen und Gedanken in eine Ecke meines Herzens. Weg nur weg damit! Ich werde es nie ganz vergessen können, aber ich kann es in mir verstecken, dass es nie wieder an den Tag kommt. Das ist die Klippe, die Klippe vor dem tiefstem Meer das es gibt... Ich nehme anlauf und springe hinein, ertränke mich mit dir. Dich mit mir. Diese Gedanken haben ihren letzten Atemzug getan. Endlich bleine ich stehen. Wie neugeboren spüre ich keine Erschöpfung. Mein Neubeginn. Wie als würde ich meinen ersten Schritt tun, strauchle ich. Dann ist es geschafft. Ich blicke auf zur Sonne und gehe. Gehe meinen eignenen Weg. Für mich, für mcih allein.

Plötzlich zuzckt ein unerträglicher Schmerz durch meinen Kopf. Immer und immer wieder. Ich halte mir die Ohren zu aber er wird immer unerträglicher... Wie als würde Wasser meine Lunge füllen kann ich nicht mehr Atmen, eine unsichtbare Hand greift nach meinem Herz und zerquetscht es... Fast ohnmächtig stürze ich zu Boden. Ich krümme mich vor Schmerz, doch ganz plötzlich lässt er nach. Ich japse nach Luft und versuche meine Gedanken zu fassen. Ich hebe meinen gedankenleeren Kopf... Du stehst vor mir, wie ein Fluch der nicht gebannt werden kann. Mit den leersten Augen lasse ich meinen Kopf wieder fallen. All die Kraft schwindet und lässt mich allein, als hätte alles Angst vor dir... Nur eines bleibt zurück... Der Gedanke das es immer so bleiben wird... Neubeginn: Misslungen.

Das ist der Text für den Contest auf meiner Sistersite. Hoffe er gefällt euch

Euer gefallener Engel

2 Kommentare 28.12.06 13:57, kommentieren